Brandschutzziele zuverlässig realisieren

Das modulare Abschottungssystem zum Erhalt von Brandabschnitten Pyroplug Magicbox kann in der Rohbauphase ebenso eingesetzt werden wie bei späteren Nachbelegungen.
Das modulare Abschottungssystem zum Erhalt von Brandabschnitten Pyroplug Magicbox kann in der Rohbauphase ebenso eingesetzt werden wie bei späteren Nachbelegungen. Bild: Obo Bettermann Vertrieb Deutschland

Modulares Abschottungssystem zum Erhalt von Brandabschnitten

Das modulare Abschottungssystem Pyroplug Magicbox kann in der Rohbauphase ebenso eingesetzt werden wie bei späteren Nachbelegungen. Im Inneren befindet sich eine Schaumstoffeinlage, die sich im Brandfall ausdehnt. Dabei bildet sie einen isolierenden Kunststoffschaum, der den Durchtritt von Feuer und Rauch durch die Kabelschottung verhindert. Der Innenraum der Box kann vollständig mit Installationen belegt werden. Auch die Durchführung von Kabeltragsystemen bis zu 600mm Durchmesser ist problemlos möglich. Die passende Systemergänzung und zudem eine Pflichtkomponente für den optimalen Restverschluss ist der Brandschutzschaum Pyrosit NG mit dem sich Kabel- und Kombiabschottungen erstellen lassen. Der Schaum dehnt sich im Brandfall aus und bildet so eine Isolierschicht, die eine Brandweiterleitung verhindert. Der 2-Komponenten-Schaum ermöglicht eine punktgenaue Verarbeitung, die sich insbesondere bei schwierigen Geometrien bewährt.

Die Kanalserie Pyroline Rapid PLM kombiniert die Eigenschaften eines herkömmlichen Elektroinstallationskanals mit denen eines zertifizierten Brandschutzkanals.
Die Kanalserie Pyroline Rapid PLM kombiniert die Eigenschaften eines herkömmlichen Elektroinstallationskanals mit denen eines zertifizierten Brandschutzkanals. Bild: Obo Bettermann Vertrieb Deutschland

Brandabschottungen planen und dokumentieren

Mit dem Brandschutz-Tool des Planungskonfigurators OBO Construct lassen sich Abschottungssysteme planen. Eine zusätzliche Dokumentationsfunktion sorgt für ein Plus an Sicherheit. Nutzer können so mit nur wenigen Klicks nachweisen, dass ihre Abschottung zulassungskonform und ordnungsgemäß erstellt wurde. Eine solche lückenlose Dokumentation ist Pflicht und sorgt für eine reibungslose Abnahme am Bauende. Auch zuvor mit dem Planungstool abgeschlossene und abgespeicherte Konfigurationen lassen sich jederzeit wieder aufrufen und um eine Dokumentation der getroffenen Brandschutzmaßnahmen ergänzen.

Die Zugentlastung ZSE 90 mit integrierter Schottung wird direkt über einer Schellenreihe montiert.
Die Zugentlastung ZSE 90 mit integrierter Schottung wird direkt über einer Schellenreihe montiert.Bild: Obo Bettermann Vertrieb Deutschland

Flucht- und Rettungswege im Brandfall zuverlässig erhalten

Flucht- und Rettungswege sind die Lebensader eines jeden Gebäudes und dienen der Rettung von Menschenleben. Daher müssen sie brandsicher geplant und gebaut werden. Elektroinstallationen in diesem Bereich dürfen keine zusätzliche Brandlast darstellen. Diese Forderung ist durch entsprechende Installationsarten zu erfüllen. Dazu zählt z.B. die Installation in Brandschutzkanälen, wie dem Pyroline Rapid PLM. Die Kanalserievon OBO kombiniert die Eigenschaften eines herkömmlichen Elektroinstallationskanals mit denen eines zertifizierten Brandschutzkanals. Der Pyroline Rapid PLM bildet ein geschlossenes System aus Stahlblech mit profilierter Deckelverschlusskontur und innenliegendem Brandschutzgewebe, das im Brandfall aufschäumt und die Brandlasten der brennbaren Leitungsisolierungen kapselt. Nach Abschluss der Installation ist der Brandschutzkanal äußerlich nicht von einem Elektroinstallationskanal zu unterscheiden. Dafür sorgt eine patentierte innenliegende Verbindungs- und Dichtungstechnik. Diese verbindet und verschließt das Brandschutzkanalsystem rauchgasdicht.

Unterstützung von senkrechten Kabelanlagen mit Funktionserhalt

Werden Funktionserhaltkabel senkrecht verlegt, müssen besondere Maßnahmen getroffen werden, um eine Unterbrechung des Stromkreises im Brandfall zu verhindern. Denn bei dieser Verlegeweise führt eine direkte Brandbelastung im Bereich der Schellen dazu, dass die Kabel nicht mehr vorschriftsgemäß geklemmt werden und aufgrund ihres Eigengewichts reißen. Um dies zu verhindern, fordert die DIN 4102 Teil 12 eine wirksame Unterstützung der Kabel im Abstand von maximal 3,5m. Eine Möglichkeit sind Zugentlastungen, die oft durch Schlaufen oder Kabelabschottungen realisiert werden. Beides nicht ideal: Erfolgt die Zugentlastung durch Schlaufen, geht damit ein großer seitlicher Platzbedarf einher. In voll belegten Steigeschächten ist diese Verlegeart kaum zu realisieren. Werden Abschottungen eingesetzt, darf eine Geschosshöhe von 3,5m nicht überschritten werden. Anders mit der Zugentlastung ZSE 90: Ihr Gehäuse aus nicht-brennbarem Material mit integrierter Schottung wird direkt über einer Schellenreihe montiert. So bleiben die Schellen im Brandfall kalt, die Klemmung der Kabel bleibt erhalten und ein Reißen wird verhindert. Das Kabelgewicht wird durch geschützte Schellenreihen im Gehäuse getragen. Die ZSE90 ist auch für hängende Steigetrassen geeignet und bei Geschosshöhen über 3,5m einsetzbar. Bei Installationen mit beengten Platzverhältnissen kann das Gehäuse der ZSE90 auch noch am Montageort individuell angepasst und gekürzt werden.