
Besonders die technische Gebäudeausrüstung (TGA) mit ihren oft hochkomplexen Planungsleistungen leidet unter fragmentierten Prozessen, fehlender Integration und ineffizienter Kommunikation im Bauwesen. Der neue Report ‚Construction Connected‘ zeigt, woran es hapert – und wie integrale Planung und digitale Kollaboration den Wandel einläuten können. Die Umfrage unter 133 Fachleuten macht deutlich: Nur 60% empfinden die Zusammenarbeit in ihren Projekten als ‚gut‘ oder ‚sehr gut‘. Die Hauptprobleme: unklare Rollenverteilungen, mangelhafte Kommunikation, fehlende Prozesse und kaum standardisierte Workflows. Besonders TGA-Planer werden zu spät eingebunden, obwohl ihre frühzeitige Integration häufig entscheidend für eine effiziente Planung wäre. Über 80% der Bauämter in Deutschland sind nicht vollständig digitalisiert. Diese strukturellen Rückstände bremsen auch integrale Ansätze massiv aus. Es fehlt nicht nur an Technik, sondern an einem gemeinsamen Verständnis von Zusammenarbeit.
Projektallianzen: Kollaboration neu denken
Ein zentrales Gegenmodell zum gängigen Silodenken sind Projektallianzen. Diese setzen auf geteilte Verantwortung, offene Kommunikation und transparente Zielvereinbarungen. Der Vorteil: Risiken und Gewinne werden gemeinsam getragen, was die Motivation aller Beteiligten erhöht und die Zahl der Nachträge reduziert.
Internationale Best Practices, etwa in Schweden mit dem ECI-Modell oder in Finnland mit IPD, zeigen bereits heute, wie eine solche Herangehensweise zu kürzeren Projektlaufzeiten, geringeren Kosten und weniger Konflikten führt. Auch in der Schweiz gewinnt das Modell an Boden – etwa durch neue Musterverträge und Allianzversicherungen. Als allumfassende Lösung, um den strukturellen gordischen Knoten zu durchschlagen, wurde in der vergangenen Dekade BIM gehandelt. Zunächst bestaunt, später gehypt, verteufelt und als Buch mit sieben Siegeln gesehen, hat BIM jedoch im deutschsprachigen Raum bisher bei Weitem nicht die Durchschlagskraft erzeugen können, die wünschenswert gewesen wäre, um den Bau ins 21. Jahrhundert zu katapultieren. So liegt der Königsweg zu Kollaboration und Digitalisierung vermutlich in einer schnell umzusetzenden, einfachen und intuitiven digitalen Anwendung – einer niederschwelligen Lösung, bei der schnell alle mitmachen können. Ein Beispiel aus Süddeutschland zeigt, wie dieser Paradigmenwechsel in der Praxis gelingen kann.
Best Practice: Schenkenhöhe in Schwäbisch Hall
Die GWG Schwäbisch Hall stand vor einer großen Aufgabe: ein komplexes Wohnquartier mit 40 Millionen Euro Investitionsvolumen, geförderten Wohnungen, einem Edeka-Markt und mehreren Bauträgerobjekten. Für die Projektleitung war schnell klar: Ohne digitale Unterstützung lässt sich das Vorhaben nicht effizient steuern. Die Wahl fiel auf Smino als zentrale Plattform für Zusammenarbeit. Durch das integrierte Common Data Environment (CDE) wurden alle Pläne, Protokolle und Aufgaben zentral verfügbar gemacht. Kommunikationsbrüche – etwa durch E-Mail-Chaos oder unterschiedliche Versionsstände – konnten so vermieden werden. Das Beispiel zeigt: Digitale Tools sind dann erfolgreich, wenn sie echte Probleme lösen – und alle Beteiligten mitnehmen.
Intelligente Assistenz durch KI
Doch die Entwicklung geht weiter. Die neue KI-Funktion Athena geht einen entscheidenden Schritt über die klassische Projektkoordination hinaus. Athena analysiert Planstände, Protokolle, Aufgabenlisten und Zeitpläne – und erkennt Risiken, bevor sie entstehen. Für TGA-Planer kann das konkret heißen: Frühzeitige Hinweise auf potenzielle Kollisionen, Verzögerungen, automatische Zusammenfassungen bei Planungsänderungen, oder ein vollständiger Überblick über den Projektstatus – auf Knopfdruck. Dabei kommuniziert Athena in natürlicher Sprache und ist tief in die Projektlogik eingebettet.

Veränderung braucht Kulturwandel
Trotz aller Technologie bleibt eines unverändert: Kollaboration beginnt im Kopf. Change Management, Schulungen, Vertrauen – das sind die Hebel, mit denen digitale Werkzeuge ihren vollen Nutzen entfalten. Denn: Wer alte Prozesse einfach digitalisiert, statt sie neu zu denken, verliert Effizienz statt sie zu gewinnen. Gute Zusammenarbeit im Bauwesen entsteht nicht durch Tools allein. Sie lebt von Transparenz, von klaren Rollen – und davon, dass Fachplaner von Anfang an Teil des Projekts sind. Digitale Lösungen wie Smino und Athena unterstützen diesen Wandel.
Wer digital plant, baut besser
Die Bauplanung steht heute an einer Weggabelung: Wer sich hinter dem Vorwurf ‚BIM ist tot‘ versteckt, bleibt stehen. Wer Kollaboration real und digital lebt, baut effizient, risikobewusst und zukunftsorientiert. In Projekten wie Schenkenhöhe zeigt sich: Vernetzung ist mehr als Technik, sie ist Haltung – erkennbar an klaren Daten, offenen Prozessen und echtem Team-Spirit. Die digitale Transformation bedeutet nicht ‚alles neu‘, sondern ‚endlich einfacher‘. Genau hier setzt Smino an – direkt bei den Schnittstellen, die sonst zum Stolperstein werden



















