
Auf einem Hanggrundstück oberhalb des Ammersees errichtete Arnold 2023 binnen weniger Monate ein Wohn- und Ferienhaus für sich und seine Familie. Der zweistöckige Holzbau, inspiriert vom Wohnhaus Kenzo Tanges aus den fünfziger Jahren, verfügt über 200 Quadratmeter Wohnfläche; gleich nebenan baute der Münchener Planer ein Atelierhaus mit weiteren 70 Quadratmetern. Ein wichtiges Ziel des Architekten war die möglichst nachhaltige Auslegung des Gebäudes. „Wir wollten hier baulich das Maximum an Nachhaltigkeit herausholen“, so Sascha Arnold, „nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kunden, denen wir am Beispiel unseres Hauses zeigen wollen, was heute alles geht.“ Wichtige Weichen in puncto Nachhaltigkeit stellte der Architekt und Bauherr schon durch Materialauswahl und Gebäudezuschnitt. Wandmaterial seines Hauses ist Fichte, die von einer Südtiroler Zimmerei in Form 120mm dicker Brettschichtelemente vorgefertigt sowie von Holzwolledämmung und einem Innenputz aus Lehm ergänzt wird. Ein zwei Meter auskragendes Holz-/Stahldach schützt die Fassade im Winter vor Feuchtigkeit und das Hausinnere im Sommer vor Sonneneinstrahlung und Aufheizung. Eine Regenwasserzisterne und Dachbegrünung auf dem Haupthaus schonen die lokalen Ressourcen, während eine Photovoltaikanlage auf den Nebengebäuden klimafreundliche Energie erzeugt.

Fit für die Energiewende: Einfaches und effizientes Energiemanagement
Dafür, dass die selbsterzeugte PV-Energie effizient verteilt und eingesetzt wird, sorgt im Haus AZ das Energiemanagement System Flow von Hager- eine Komplettlösung, die die Planung und den Betrieb möglichst klimapositiver Immobilien erleichtern soll. Als All-in-one-System bringt Flow Energiemanagement, Energiespeicher und Ladestation in einer technologischen Lösung zusammen. Damit erhalte er ein eingespieltes System aus einer Hand, freut sich Architekt Arnold. „Wir sparen so gleich zwei Mal Energie: einmal im späteren Betrieb – und heute beim Aufwand für Planung und Installation.“ Die zugehörige App verrät dem Bauherrn, dass die Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Gästehauses sogar an einem verregneten Aprilmorgen 2,1kWh Leistung zur Verfügung stellt und sein Haus mit Energie versorgt. Selbst im eher dunklen Monat April erzielte Bauherr Sascha Arnold eine Energieautarkie von 55 Prozent. 45 Prozent seines Energiebedarfs wurden durch die selbst erzeugte Solarenergie gedeckt. Auf diese Weise konnte er 117,6 Kilogramm CO2 einsparen. Für die Energieverteilung im Haus sorgt die Technikzentrale von Hager, die sozusagen Herz und Hirn der elektrotechnischen Infrastruktur bildet. Zukunftsfähige Anwendungen lassen sich hier künftig problemlos einbinden.

Laden mit der Kraft der Sonne
Eingesetzt wird die selbsterzeugte Solarenergie u.a. für das Laden von E-Fahrzeugen über die Ladestation Witty Solar. Clou der Lösung ist eine automatische Phasenumschaltung, die sich automatisch an der Leistung der Photovoltaikanlage orientiert. Solarstrom, der im Haus AZ aktuell nicht benötigt wird, speichert ein 9,75kWh-Batteriespeicher von Hager für die spätere Nutzung. Auf diese Weise wird im Haus AZ der Zukauf teuren Netzstroms weitestmöglich reduziert, der Anteil des selbstgenutzten PV-Stroms optimiert und die Amortisationszeit von PV-Anlage und E-Fahrzeug deutlich verkürzt.

Ressourcenschonend: Gebäudetechnik aus einer Hand
„Energieeffizienteres Bauen wird von Bauherren, vom Gesetzgeber und auch von der Öffentlichkeit gefordert. Es ist schlichtweg ein Gebot der Zeit, zumal die Preise für Energie tendenziell steigen werden“, sagt Stefanie Wahl, zuständig für die Architektenkommunikation bei Hager. „Wir wollen Architektinnen und Architekten helfen, die Komplexität zu reduzieren und ohne großen Aufwand klimaschonender und damit zukunftsweisender zu bauen.“ Beim Hausprojekt am Ammersee setzte Architekt Arnold komplett auf Lösungen von Hager: Bei Steckdosen und Schaltern entschied er sich für die Serie Berker R.1, die von der Hager Manufaktur in warmem Grau und damit abgestimmt auf die Inneneinrichtung des Hauses gefertigt wurde. Energieverteilung, Energiemanagement, Ladeinfrastruktur und Türkommunikation kommen ebenfalls aus dem Hause Hager. Auf diese Weise spielen im Haus AZ sämtliche haustechnischen Komponenten zusammen – und sorgen so ab Tag eins für maximale Ressourcenschonung bei hohem Komfort.
Generationenaufgabe klimaschonendes Bauen
„Wenn wir überhaupt noch neu bauen, müssen wir es so klimapositiv und ressourcenschonend wie möglich tun“, meint der Architekt. Seine persönliche Einstellung zu Bauen und Klimaschutz habe sich auch dadurch verändert, dass er junge Kinder habe. „Mir ist daher ganz und gar nicht mehr egal, was in 40 Jahren auf diesem Planeten los ist.“ Mit seinem Haus AZ hinterlasse der Bauherr der nächsten Generation ein Wohnhaus, das sich auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten sehen lassen kann.



















